„Unser Brandschutzkonzept ist ausgezeichnet, aber leider wurde bei dem Besuch des Bauamts festgestellt, dass bei der Beantragung der Nutzungsänderung vor fünf Jahren ein Fehler passiert ist“, heißt es auf der Interneseite. Jetzt soll so schnell wie möglich die Nutzungsänderung korrigiert werden. „Bis wir die abgeänderte Genehmigung haben müssen wir den leider Betrieb einstellen.“

Im Cottbuser Escape-Room geht der Betrieb hingegen weiter, wie Betreiber Benjamin Arnold gegenüber der RUNDSCHAU informiert. Möglichen Überprüfungen von Behörden sehe er gelassen entgegen, weil die Spielstätte sicher sei.

In Escape-Rooms lösen Besucher in geschlossenen Räumen Rätsel.

In Polen kamen dabei erst vor Kurzem fünf Jugendliche bei einem Brand ums Leben. Hunderte haben am Donnerstag von den fünf Mädchen Abschied genommen. Die 15-jährigen Polinnen wurden nebeneinander auf einem Friedhof in Koszalin beigesetzt, wie der Sender TVN24 berichtete. „Die Freundschaft hat sie geeint und sie werden immer zusammen bleiben“, sagte der Priester Wojciech Pawlak bei der Trauerfeier. Die fünf hatten eigentlich mit einem „Escape-Spiel“ am vergangenen Freitag Geburtstag feiern wollen, als plötzlich ein Feuer ausbrach und die eingeschlossenen Mädchen tötete.

Nach bisherigen Erkenntnissen war in einem Vorraum Gas aus einem Behälter entwichen und hatte sich entzündet. Es wurde mehrere Gasheizgeräte sichergestellt. Der 28-jährige Besitzer des „Escape-Rooms“ ist in U-Haft, ihm drohen wegen Sicherheitsverstößen und fahrlässiger Tötung bis zu acht Jahre Gefängnis. Behörden lassen landesweit die Sicherheit in „Escape-Rooms“ prüfen und kündigten eine Verschärfung der Brandschutzregelungen an.

mit dpa