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| 20:07 Uhr

Gewalt unter Flüchtlingen
Minister verspricht mehr Polizei

Doberlug-Kirchhain. Nach Angriffen besucht Karl-Heinz Schröter die Flüchtlingsunterkunft in Doberlug-Kirchhain.

Mit verstärkter Polizeipräsenz und mehr Wachschutz soll die angespannte Lage in der Flüchtlingsunterkunft in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) befriedet werden. Das hat der brandenburgische Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Mittwoch bei einem Besuch der Unterkunft angekündigt. Anlass für die Ministervisite sind gewalttätige Attacken unter männlichen Bewohnern der Unterkunft. Auch in der Nacht vor Schröters Besuch eskalierte die Gewalt. Gegen 1.45 Uhr musste die Polizei anrücken, weil es zwischen zwei Algeriern (19, 24) zu einer Schlägerei gekommen war. Beide Männer mussten danach verletzt zur ambulanten medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Nach Einschätzung des DRK, das die Einrichtung in Doberlug-Kirchhain betreibt, hat sich in den vergangenen Wochen eine Gruppe aus rund 20 Männern formiert, die Dominanz ausübe. Sie lebten alle in einem Männerwohnheim auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne. Das sei bedrückend für die anderen Bewohner auf dem Areal, darunter auch zahlreiche Familien.

Die Polizei bezifferte ihre Einsätze in der Unterkunft auf derzeit rund 30 pro Monat, bis zum September seien es noch etwa zehn gewesen.

 Verunsicherung herrscht nach Angaben der Stadtverwaltung in Doberlug-Kirchhain auch rund um ein Einkaufszentrum in der Innenstadt. Dabei ist die Rede von Trinkgelagen und Diebstählen.

 „Wir werden denen ganz schnell zeigen, dass hier Recht und Gesetz gilt“, sagte Schröter. Mit ihrem Handeln hätten die Täter ein trübes Licht auf die Einrichtung geworfen.