Zu dem Anschlag vom Montag, bei dem drei Menschen getötet und 20 weitere verletzt wurden, bekannten sich kurdische Extremisten mit dem Namen "Freiheitsfalken Kurdistans" (TAK). Diese Gruppe hatte sich auch zu den Attentaten mit 27 Verletzten zuvor in Marmaris und in Istanbul bekannt (die RUNDSCHAU berichtete).
Zwei weitere Verdächtige würden im Zusammenhang mit dem Anschlag in Antalya noch gesucht, sagte ein Polizeisprecher CNN-Türk. Die Behörden identifizierten unterdessen die Todesopfer des Anschlags. Nach Fernsehberichten handelte es sich bei den Opfern um einen 18-Jährigen, einen 20-Jährigen sowie einen Polizisten im Ruhestand. Alle drei Todesopfer waren türkische Staatsbürger.
Die TAK übernahm in im Internet veröffentlichten Erklärungen die Verantwortung für die Anschläge. Es handele sich um eine Vergeltungsmaßnahme für die Inhaftierung des Chefs der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Abdullah Öcalan. Die TAK kämpft für ein unabhängiges Kurdistan und hatte mehrfach mit Anschlägen auf Ferienorte gedroht.
Offenbar planten kurdische Extremisten noch weitere Attentate in den Feriengebieten der Türkei. Im westtürkischen Izmir wurde ein mutmaßlicher Bombenleger der PKK bei der Vorbereitung eines Anschlags festgenommen, wie der türkische Nachrichtensender NTV meldete. Bei dem Verdächtigen seien Plastiksprengstoff und andere Materialien für den Bombenbau gefunden worden. (AFP/roe)