Bei einem mutmaßlichen Terroranschlag in Straßburg sind am Dienstagabend drei Menschen getötet und dreizehn verletzt worden. Der mutmaßliche Angreifer – ein französischer Staatsbürger aus Straßburg mit nordafrikanischen Wurzeln – ist derzeit noch auf der Flucht. Nach ihrem wird in Frankreich gefahndet.Die Sicherheitsbehörden gehen nach dpa-Informationen davon aus, dass 29-Jährige zusammen mit seinem 34 Jahre alten Bruder Sami C. auf der Flucht ist. Beide gelten demnach als islamistisch radikalisiert.

Die Grenzen nach Deutschland werden seit dem Abend streng kontrolliert. Brandenburgs Polizei hat am Mittwoch zudem angekündigt, ihre Präsenz auf den Weihnachtsmärkten zu erhöhen – „auch wenn es derzeit keine Bezüge nach Brandenburg gibt“, wie es aus der Pressestelle des Polizeipräsidiums heißt. Man beteilige sich allerdings an der Fahndung.

In Niedersachsen hat es es Vormittag einen Zwischenfall auf der Autobahn gegeben. Die Polizei stoppte auf der A1 bei Bremen ein Taxi mit französischem Kennzeichen und nahm drei Personen fest. Der Hinweis auf das Taxi war von Bürgern gekommen, die von den Nachrichten über den Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Straßburg alarmiert gewesen seien, wie ein Polizeisprecher in Delmenhorst am Mittwoch mitteilte. Einer der Insassen soll maskiert gewesen sein. Es gebe aber nach bisherigem Kenntnisstand keine Verbindung zu dem Straßburger Vorfall, hieß es.

Der Aufenthaltsort des Täters ist nicht bekannt. Die französische Regierung schließt nicht aus, dass der Straßburger Attentäter nach Deutschland geflüchtet sein könnte.

(mit dpa)