Mit reichen Menschen an Bord lässt er das Schiff in einer kalten Aprilnacht einen Eisberg rammen und untergehen. Robertson nannte sein Schiff "Titan", sein Buch trug den Titel "Futility" (Vergeblichkeit).

Innovativ: Der US-amerikanische Autor Walter Lord wird 1955 mit seinem Buch "A Night to Remember" berühmt. Er spürt dafür 60 Überlebende auf und schreibt aus ihren Erinnerungen einen sachlichen Roman.

Eigenwillig: Erik Fosnes Hansens "Titanic"-Roman "Choral am Ende der Reise" erscheint 1995. Im Mittelpunkt stehen die Musiker des Bordorchesters, ihre Lebensgeschichten sind aber fiktiv. Der Norweger entwirft vor dem Panorama der Katastrophe ein Zusammentreffen verlorener Seelen.

Unschlagbar: Die bekannteste unter vielen Titanic-Verfilmungen ist James Camerons Fassung aus dem Jahr 1997. Mit dem bekannten Untergangs-Drama verknüpft der Regisseur eine fiktive Liebesgeschichte über Klassenschranken hinweg.

Politisch: F ast vergessen ist, dass auch unter den Nationalsozialisten ein "Titanic"-Film gedreht wurde. Er gelang bis 1942 so realistisch, dass die Machthaber ihn zu Kriegszeiten nicht mehr zeigen wollten. Die britische Besatzungsmacht im Nachkriegsdeutschland ließ den Film wegen angeblicher antibritischer Tendenzen verbieten. In der sowjetischen Besatzungszone wurde er dagegen gezeigt - als Anklage gegen das kapitalistische System.