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Mutmacher in schwierigen Zeiten

Deutschlands neues Staatsoberhaupt: Frank-Walter Steinmeier tritt am 19. März sein Amt als Bundespräsident an.
Deutschlands neues Staatsoberhaupt: Frank-Walter Steinmeier tritt am 19. März sein Amt als Bundespräsident an. FOTO: dpa
Berlin. Der neue Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zum Kampf gegen den weltweit wachsenden Populismus und für Freiheit und Demokratie in Europa aufgerufen. "Dieses Fundament, das wollen, das müssen wir miteinander verteidigen: Es ist nicht unverwundbar, aber ich bin fest davon überzeugt, es ist stark", sagte der 61-jährige Sozialdemokrat am Sonntag nach seiner Wahl zum Nachfolger von Joachim Gauck in Berlin. dpa/roe

Er wolle auch "Mutmacher" in schwierigen Zeiten sein.

Sieben Monate vor der Bundestagswahl am 24. September brachten Union und SPD ihren gemeinsamen Kandidaten in der Bundesversammlung mit gut 75 Prozent durch. Parallel dazu verschärften sie am Wochenende allerdings mit schweren gegenseitigen Vorwürfen bereits den Wahlkampf.

Steinmeier erzielte eines der besten Ergebnisse aller bisherigen Bundespräsidenten. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) lobte, er werde ein hervorragender Bundespräsident "in schwierigen Zeiten" sein. Ungewöhnlich deutlich attackierten Steinmeier und Parlamentspräsident Norbert Lammert (CDU) in der Bundesversammlung die Politik von US-Präsident Donald Trump. Russlands Präsident Wladimir Putin gratulierte Steinmeier und lud ihn nach Russland ein. Putin hoffe auf eine "produktive Zusammenarbeit", teilte der Kreml in Moskau mit.

Steinmeier erhielt im ersten Wahlgang 931 von 1239 gültigen Stimmen. Union und SPD schickten 923 Mitglieder in die Bundesversammlung, von denen aber einige fehlten. Auch Teile von Grünen und FDP hatten ihre Unterstützung für den zwölften Bundespräsidenten angekündigt.

Zuletzt war 1999 mit Johannes Rau ein Sozialdemokrat ins höchste Staatsamt gewählt worden.

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