3500 Jugendliche warten in Brandenburg auf einen freien Unterrichtsplatz. Trotz sinkender Schülerzahlen im Lande steigt die Nachfrage nach Musikunterricht seit Jahren kontinuierlich.

Derzeit lernen 35 000 Kinder an den 35 öffentlichen Musikschulen im Land - das sind 10 000 mehr als Ende der 1990er-Jahre.

In Sachsen geht die Kurve noch deutlicher nach oben. Hier haben sich die Jugendlichen, die fleißig Etüden und Tonleitern üben, in zwei Jahrzehnten nahezu verdoppelt - auf beachtliche 64 000. Im Freistaat besucht mittlerweile jeder zehnte Grundschüler eine öffentliche kommunale Musikschule.

Der Boom ist auch eine Folge etlicher staatlich geförderter Einsteigerprogramme, die auch Kinder ans Instrument bringen, die von allein nicht kommen würden.

"Die Musikschulen gehen vermehrt Kooperationen mit Grundschulen ein und erreichen damit ein breites Spektrum an Jugendlichen", sagt Sophie Müller vom Verband der Musik- und Kunstschulen Brandenburg (VDMK). Brandenburg fördert die Programme "Klingende Kita" für Drei- bis Sechsjährige sowie das Grundschul-Projekt "Klasse! Musik".

In Sachsen hat das Landesprogramm "Jedem Kind ein Instrument" seit 2009 über 8000 Erstklässler ans Musikmachen herangeführt. Seit Beginn des Projektes sind aus dem Landestopf mehr als 2,7 Millionen Euro in das Projekt geflossen, das inzwischen an 50 Grundschulen läuft.

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