Allein in Brandenburg hätten Filmbegeisterte in ihrer Freizeit bis 1990 mehr als 1 000 Filme geschaffen, von denen jedoch neben dem Frühwerk von Andreas Dresen nur wenige bekannt seien, teilte das Museum am Freitag in Potsdam mit.

Die Dokumentation „Amateurfilm in Brandenburg 1950 – 1990. Arbeit an der Wirklichkeit“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Rundfunkarchiv in Babelsberg und dem brandenburgischen Museumsverband erstellt. In der Ausstellung werden neben Filmen auch ausgewählte Studios und Filmemacher sowie Dokumente über das Spannungsverhältnis der Amateure zur offiziellen Kulturpolitik der DDR vorgestellt, hieß es. Mit Schmalfilmkameras und Projektoren sollen die technischen Möglichkeiten der Freizeitfilmer vorgeführt werden. In einem Forschungsprojekt mit dem Museumsverband Brandenburg werden seit 2010 verschollene Amateurfilme recherchiert. Die Ausstellung zeigt Ergebnisse der Recherchen.