Brandenburgs Kulturstaatssekretär Martin Gorholt (SPD) würdigte den „Pionier der Luftfahrt“ als „leidenschaftlichen Forscher und Tüftler, der technisch geniale Lösungen für das Fliegen“ entwickelt habe.

Das „Lilienthal-Centrum“ soll über „die frühe Fliegerei und über die Schöpferkraft des Menschen“ informieren. Das rund 2,2 Millionen Euro teure Museum in einem restaurierten historischen Gebäude mit modernem Anbau wurde mit EU- und Landesmitteln finanziert.

Im Erdgeschoss dokumentiert eine Dauerausstellung Lilienthals Leistungen auf dem Gebiet der Fliegerei. In der Ausstellung könne auch der von Lilienthal beschriebene „Vogelflug als Grundlage der Fliegekunst“ studiert werden. Gezeigt werden unter anderem zwei seiner Fluggeräte in Originalgröße. Die Flugzeugwerkstatt Lilienthals werde mit Apparaten und Flugmodellen wieder erlebbar gemacht.

Der im vorpommerschen Anklam geborene Lilienthal begann in den 60er-Jahren des 19. Jahrhunderts gemeinsam mit seinem Bruder Gustav Experimente zur Erzeugung von Auftrieb durch Flügelschlag.

Ab 1891 unternahm er in Brandenburg und im heutigen Berlin-Steglitz unter anderem Segelflugversuche und Experimente mit „Flügelschlagapparaten“. Ab 1893 nutzteLilienthal für seine Flugexperimente vor allem die Gegend von Stölln. Dort erreichte er Flugweiten bis zu 250 Meter. Am 9. August 1896 stürzte Otto Lilienthal am Gollenberg bei Stölln aus 15 Metern Höhe ab und erlag am folgenden Tag in Berlin seinen schweren Verletzungen. Mit seinen flugtechnischen Studien, Theorien und Experimenten gilt er als einer der weltweit bedeutendsten Pioniere der Luftfahrt. Im Internet: www.otto-lilienthal.de