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Muhammad Alis Sohn auf US-Flughafen festgehalten

Fort Lauderdale-Hollywood International Airport
Fort Lauderdale-Hollywood International Airport FOTO: Alpha1702 CC-BY-SA 4.0
Fort Lauderdale. Der Sohn der Boxlegende Muhammad Ali ist nach Medienangaben Anfang Februar zwei Stunden lang auf einem US-Flughafen festgehalten worden. Einwanderungsbeamte hätten ihn danach gefragt, ob er muslimisch sei, berichteten unter anderem der Sender NBC News und die „USA Today“ am Samstag unter Berufung auf den Anwalt und Freund der Familie, Chris Mancini. dpa

Demnach lebt Muhammad Ali Jr. in Florida und hatte sich zusammen mit seiner Mutter Khalila Camacho-Ali, der Ex-Ehefrau des im vergangenen Jahr gestorbenen früheren Boxchampions, zu einer Veranstaltung in Jamaika aufgehalten. Bei der Rückkehr am 7. Februar seien die beiden auf dem Flughafen Fort Lauderdale-Hollywood angehalten worden - wegen ihres arabisch klingenden Namens, wie Mancini den Medien zufolge schilderte.

Camacho-Ali habe dann aber gehen können, nachdem sie ein Foto von ihr zusammen mit ihrem früheren Mann vorgezeigt habe. Ihr Sohn, der kein solches Bild bei sich getragen habe, sei dagegen fast zwei Stunden festgehalten und wiederholt gefragt worden: „Wo hast du deinen Namen her?“ und „Bist du ein Muslim?“

Als Ali Jr. mit Ja geantwortet habe, hätten ihn die Beamten zu seiner Religion und seinem Geburtsort befragt. Der heute 44-Jährige kam in Philadelphia zur Welt und ist amerikanischer Staatsbürger.

Der Anwalt wertete den Vorfall den Medienberichten zufolge als Zeichen dafür, dass US-Präsident Donald Trump gezielt Muslime aus den USA fernhalten wolle. Der Republikaner hatte im Januar ein Einreiseverbot für sieben Länder mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung verfügt, das US-Gerichte aber zumindest vorerst auf Eis gelegt haben. Trump selber sagt, dass sich das Dekret nicht gegen Muslime richte. Es gelte vielmehr, potenzielle radikalislamische Terroristen herauszufiltern und an der Einreise in die USA zu hindern.