Es gehe wirklich gut voran, meinte der Bundeskanzler gestern bei der Präsentation von fünf neuen Sonderpostwertzeichen und der zweiten Zehn-Euro-WM-Gedenkmünze im Bundeskanzleramt in Berlin. Er sei überzeugt, dass das Organisationskomitee ein Programm vorlege, mit dem sich Deutschland als sehr guter Gastgeber vorstellen könne. Bundesinnenminister Otto Schily hatte zuvor das Kabinett informiert, dass die WM-Vorbereitungen "voll im Plan" sind.
Schily kündigte zudem an, in Zukunft halbjährlich über den Fortgang der Regierungsarbeit für das sportliche Großereignis Rechenschaft abzulegen. "Im Jahr 2006 blickt die Welt auf Deutschland. Unser Ziel ist es, dass sich alle bei uns wohl fühlen. Wir werden uns als gastfreundliches, weltoffenes und modernes Land präsentieren", sagte der Minister.
Franz Beckenbauer, Präsident des WM-Organisationskomitees, lobte die Unterstützung der Politik für die Titelkämpfe und appellierte an die Regierung: "Lasst uns das Maximale daraus machen. Solch eine Chance bekommt man nur einmal in 30 oder 50 Jahren." Dies gelte zum Beispiel auch für das Sponsoring. Die Fifa erlaube sechs große nationale Förderer, bisher seien vier gefunden.
An der Präsentation nahmen neben Schröder, Schily und Beckenbauer noch Bundesfinanzminister Hans Eichel sowie Sporthilfe-Chef Hans-Ludwig Grüschow teil. Mit der Gedenkmünze wird das Kulturprogramm der Fußball-WM unterstützt, das das Motto "Die Welt zu Gast bei Freunden" trägt. Die Erlöse aus den Zuschlägen des Briefmarkenverkaufs kommen der Deutschen Sporthilfe zugute. (dpa/roe)