Die Soldaten könnten Teil der multinationalen Truppe sein oder auch getrennt davon eingesetzt werden, sagte Powell gestern in der saudiarabischen Stadt Dschiddah nach einem Gespräch mit dem irakischen Regierungschef Ijad Allawi.
Arabische und moslemische Truppen könnten beispielsweise den Einsatz der Uno im Irak schützen, sagte Powell. Powell und Allawi kamen darin überein, dass keine unmittelbaren Nachbarn Iraks Soldaten schicken sollten. "Viele" moslemische Länder erwägten, sich daran zu beteiligen, sagte Powell. Sie hätten ein UN-Mandat und eine souveräne Regierung zur Bedingung gemacht. Beides sei nun gegeben. US-Diplomaten sagten, arabische und moslemische Truppen sollten keineswegs die multinationale Truppe ersetzen. Ein saudiarabischer Regierungsvertreter stellte hingegen in Aussicht, dass die neuen Soldaten Teile der von den USA geführten Truppe ablösen könnten. Die islamische Welt würde dies begrüßen.
Wegen der schlechten Sicherheitslage wurde die für morgen geplante irakische Nationalkonferenz um mindestens zwei Wochen verschoben. Der UN-Beauftragte Lakhdar Brahimi habe darauf gedrängt, sagte Mithal el Alussi von der Partei Irakischer Nationalkongress, die an der Konferenz teilnimmt. Rund tausend Vertreter aus unterschiedlichen Volksgruppen und Religionen sollen bei der Nationalkonferenz ein Gremium wählen, das der Übergangsregierung in Bagdad bis zur geplanten Parlamentswahl im Januar kontrollierend und beratend zur Seite stehen soll.
Bei einem Bombenanschlag nordwestlich von Bagdad wurde ein US-Soldat getötet, wie die Armee mitteilte. Durch einen Anschlag auf einen Konvoi kam in der Nacht ein polnischer Soldat ums Leben, wie das Verteidigungsministerium in Warschau mitteilte. Nördlich von Bakuba starb zudem ein irakischer Grenzschützer bei einem Anschlag. (AFP/roe)