„Es tut mir leid. Ich war nicht richtig bei Sinnen“, sagte der Mann in seinem Schlusswort. „Sie wurde regelrecht abgeschlachtet“, sagte der Vorsitzende Richter Uwe Böcker.

Der Richter bezeichnete die Tat als „extreme Gewalthandlung“. Das Opfer sei brutal niedergeschlagen, gewürgt und mit sechs Stichen mit einem Küchenmesser am Hals schwer verletzt worden. Die Frau verblutete in ihrer Wohnung, während der Angreifer mit ihrer Geldbörse flüchtete. Der 57-Jährige hatte der Frau gelegentlich bei Arbeiten im Garten geholfen. Am Tag des Verbrechens suchte er die Witwe auf, um Bargeld zu fordern. Als sie ablehnte, ging er auf sie los.

Die Richter verhängten keine lebenslange Freiheitsstrafe, wie es die Staatsanwaltschaft gefordert hatte. Sie hielten dem Hartz-IV-Empfänger zugute, dass er mit einem frühen Geständnis Aufklärungshilfe geleistet habe. Zudem wurde ihm erheblich verminderte Schuldfähigkeit bescheinigt, weil er vor der Attacke getrunken hatte. Das Gericht ordnete die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an.