Anlass waren die Strafanzeigen zweier 19-jähriger ehemaliger Bewohner der Einrichtungen, die in Zeugenvernehmungen aussagten, an Betten fixiert, misshandelt und beleidigt worden zu sein. Ferner gebe es zwei Strafanzeigen, die die Geschäftsführer der "Haasenburg" der Beihilfe zum Mord und zu Folterungen bezichtigten . Wi e Justizstaatssekretär Roland Pienkny im Bildungsausschuss des Potsdamer Landtags erklärte, liefen derzeit insgesamt acht Ermittlungsverfahren gegen den Heimträger, die im Zusammenhang mit der aktuellen Medienberichterstattung über die "Haasenburg" stünden. Während der Sondersitzung sprachen sich Vertreter von Linken und FDP für ein Ende der geschlossenen Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in Brandenburg aus. "In Hamburg gibt es solche Einrichtungen nicht mehr, jetzt sind die Jugendlichen bei uns", so Landtagsvizepräsidentin Gerrit Große (Linke). "Die Frage ist doch: Warum betreiben wir solche Einrichtungen überhaupt?" Ähnlich äußerte sich der FDP-Fraktionsvorsitzende Andreas Büttner: "Aus meiner Sicht ist es dringend geboten, die Einrichtungen zumindest vorübergehend zu schließen und eine geschlossene Heimunterbringung in Brandenburg nicht mehr durchzuführen ."

Die Haasenburg GmbH, die die Vorwürfe gegen ihre Heime bestreitet, begrüßte in einer Erklärung auf ihrer Internetseite dagegen die Durchsuchungen: "Wir haben nichts zu verbergen."

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