Insgesamt drei proeuropäische Kräfte könnten nach Auszählung von mehr als 90 Prozent der Stimmen zusammen mit einer Mehrheit der 101 Mandate rechnen, teilte die Wahlleitung mit. Stärkste Einzelkraft wurde überraschend die prorussische Sozialistische Partei. Moskau kritisierte den groß angelegten Ausschluss prorussischer Kräfte von dem Urnengang.

Die Wahl galt als Abstimmung über den außenpolitischen Kurs Moldaus. Das Land mit 3,5 Millionen Einwohnern liegt zwischen Rumänien und der Ukraine und damit im Spannungsfeld zwischen der EU und Russland. Beobachter bezeichneten die Wahl als "demokratisch und frei". Jedoch werfe der kurzfristige Ausschluss der prorussischen Partei Patria Fragen auf und es sei nicht gelungen, für die Moldauer im Ausland angemessene Umstände für die Wahl zu schaffen, teilte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) mit.