Und das über viele Stunden, in denen wirklich nichts passiert. Vom rasenden Stillstand mal abgesehen. Aber immerhin: Die Pressestelle des Willy-Brandt-Hauses, im internen Sprachgebrauch "WBH" genannt, hatte etwas Mitleid mit der berichtenden Zunft.

In einer vorab verbreiteten Information an die Berliner Korrespondenten schrieb der Pressesprecher der SPD: "Da ich ahne, dass sich viele von Ihnen nicht davon abhalten lassen werden, vor dem Willy-Brandt-Haus auf irgendwelche Ereignisse zu warten, haben wir dafür gesorgt, dass es im ,Bistro Willy's' Kaffee und sogar Arbeitsplätze (von mittags bis zum bitteren Ende, auch in der 1. Etage!) gibt."

Allerdings hatte er auch eine schlechte Nachricht: "Wir lassen am Dienstag keine Journalistinnen und Journalisten ins Atrium des WBH. Ich weiß, dass das gerade angesichts der Kälte für die Betroffenen ärgerlich ist. Dennoch bitte ich um Verständnis. Bald sollten wir das alles ja auch geschafft haben."

Genau, damit hat der Pressesprecher recht behalten.