Stärkste Kraft ist demnach beim ersten Wahlgang die Partei der Muslimbruderschaft, die 3,5 Millionen der etwa zehn Millionen Stimmen auf sich vereint und damit rechnerisch auf rund 37 Prozent kommt.

NPD-Verbot: Warnung vor Schnellschuss

Der Ex-Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, warnt vor einem schlecht vorbereiteten NPD-Verbotsverfahren. „Meine Befürchtung ist, dass sich die Politik für einen neuen NPD-Verbotsantrag entscheidet, ohne vorher die Erfolgsaussichten genau zu prüfen“, sagte Papier der Zeitung „Die Welt“. Die Politik sei dabei, wieder in eine unsägliche Falle hineinzulaufen. Ein erstes Verbotsverfahren war 2003 in der Amtszeit Papiers gescheitert.

Kritik an Klimagipfel in Durban

Der ehemalige Leiter des UN-Klimasekretariats, Yvo de Boer, ist über fehlende Fortschritte bei den Verhandlungen über ein Abkommen zur Reduzierung der Treibhausgase enttäuscht. Er glaube zwar schon, dass die meisten Staats- und Regierungschefs ein Abkommen anstrebten. Doch es gebe „verständlicherweise einen Widerwillen dagegen, derjenige zu sein, der zuerst springt“, sagte de Boer am Sonntag in Südafrika.

Iran schießtUS-Drohne ab

Der Iran hat laut einem Fernsehbericht eine US-Drohne abgeschossen. Sie sei im Osten des Landes abgeschossen worden, zitierte der arabischsprachige iranische Satellitensender El Alam am Sonntag eine namentlich nicht genannte militärische Quelle. Der Vorfall habe sich nahe der Grenze zu Afghanistan und Pakistan ereignet. Angaben dazu, wo genau die Drohne abgeschossen wurde, wurden nicht gemacht.

Mitgliederentscheid der FDP droht zu scheitern

Der von den Euro-Skeptikern in der FDP erzwungene Mitgliederentscheid über den Euro-Kurs der Liberalen droht zu scheitern.. Nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ hatten bis vergangenen Freitag 13 496 der 65 000 Mitglieder abgestimmt. Bis 13. Dezember müssten 21 499 Voten eingegangen sein, hieß es am Wochenende in der Parteiführung in Berlin.

Druck auf Syrien weiter verstärkt

Die Arabische Liga erhöht den Druck auf Syrien und lässt zugleich ein Hintertürchen offen. Bei einem Treffen in Katars Hauptstadt Doha konkretisierte die Organisation am Wochenende ihre Sanktionen: Sie verhängte ein Einreiseverbot für 19 ranghohe Funktionäre in die arabischen Staaten und sperrte deren Bankkonten. Präsident Baschar al-Assad ist ausgenommen, um einen Ausweg ins Exil offenzulassen.