Für die Gültigkeit des Begehrens wären aber die Unterschriften von mindestens einem Zehntel der SPD-Mitglieder nötig gewesen. Das sind rund 48 500 Stimmen. Die Befragung wurde am 24. Juli gestartet und geht am heutigen Mittwoch zu Ende.

Dennis Morhardt, ein Mitinitiator der Kampagne aus Göttingen, zeigte sich im Gespräch mit der RUNDSCHAU trotzdem zufrieden: "Es war klar, dass so eine absurd hohe Zahl der Beteiligung nicht zu erreichen ist. Aber wir haben eine Diskussion über das Thema starten können, die immer noch anhält." Damit habe man das Ziel erreicht, sagte Morhardt. Die SPD hatte sich im letzten Dezember auf einem Bundesparteitag mit knapper Mehrheit und unter strengen Auflagen für eine Speicherung von Telefon- und Internetverbindungen ausgesprochen.

Mit der jüngsten Parteireform hatte der Vorstand die direkte Beteiligung der Basis bei inhaltlichen Entscheidungen erleichtern wollen. Das Begehren zur Vorratsdatenspeicherung war der erste Versuch.