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| 13:07 Uhr

Mitarbeiter des Bahnwerks Eberswalde müssen mit Kurzarbeit rechnen

Schwebende Lokomotive: Der Cottbuser Instandhaltungsbetrieb ist auf die Wartung von Dieselloks spezialisiert.
Schwebende Lokomotive: Der Cottbuser Instandhaltungsbetrieb ist auf die Wartung von Dieselloks spezialisiert. FOTO: dpa
Eberswalde. Nach der Übernahme des Bahnwerks Eberswalde durch einen privaten Investor läuft der Betrieb erst langsam wieder an. Für einen Großteil der verbliebenen rund 150 Mitarbeiter wolle die Firma zunächst Kurzarbeit anmelden, sagte Betriebsratschef Andreas Hoffmann am Montag. dpa/bb/pk

Nach einer Belegschaftsversammlung am Morgen seien die Mitarbeiter zunächst nach Hause geschickt worden. Man sei aber zuversichtlich, den Betrieb bis März wieder richtig ans Laufen zu bekommen. Der Investor Quantum hatte die Firma zum Jahreswechsel für einen Euro von der Deutschen Bahn AG übernommen. Zudem erhielt er eine Landesbürgschaft und gab eine Bestandsgarantie ab. Quantum hatte 2014 bereits den Waggonbau Niesky in Sachsen übernommen.

Die Cottbuser Bahner blicken mit Sorge auf die Entwicklungen in Eberswalde. Denn auch im Fahrzeuginstandhaltungwerk Cottbus fehlt seit Jahren Arbeit für die gesamte Belegschaft von 500 Mann. Allein im vergangenen Jahr waren dem Betriebsrat zufolge bis zu 70 Beschäftigte über den internen Personalausgleich an andere Betriebe des Konzerns ausgeliehen worden.

Gleichzeitig arbeitet der Bahn-Konzern an einem Strategiepapier 2020. Dabei werden sämtliche Werke der Deutschen Bahn bewertet. Zusammenlegungen sind möglich, aber auch Schließungen von einzelnen Betrieben werden nicht ausgeschlossen. Das Papier sollte ursprünglich zum Ende des Jahres beschlossen werden, bislang wurde es aber noch nicht veröffentlicht.

In Brandenburg gibt es nur noch zwei Instandhaltungswerke - in Cottbus und Wittenberge. Der Lausitzer Betrieb ist auf die Reparatur und Überprüfung von Diesellokomotiven und Reisezugwagen spezialisiert.