Auch jetzt, zu ihrem 60. Geburtstag, wird die italienische Schauspielerin mit dem Mädchennamen Francesca Romana Rivelli für ihre Schönheit bewundert. Ihr Geheimnis? "An erster Stelle steht lieben und geliebt werden", sagte sie einst in einem Interview. Ansonsten: Diät, Buddhismus und Meditieren.

Die Liebe. Darum drehten sich viele ihrer Filme. In einem ihrer ersten und berühmtesten, "Die letzte Frau", verdreht sie als Erzieherin Gérard Depardieu so den Kopf, dass der sich am Ende selbst kastriert. Das Werk von Regisseur Marco Ferreri war Mitte der 70er-Jahre ein Riesenskandal. In "Der gezähmte Widerspenstige" bringt sie den muffeligen Adriano Celentano um den Verstand. Trotz ihrer Schönheit konnte Muti, die 1955 als Tochter einer Estin und eines Italieners in Rom geboren wurde, im Gegensatz zu der Italienerin Sophia Loren nie wirklich Fuß in Hollywood fassen. Filme wie "Oscar - "Vom Regen in die Traufe" (1991) mit Sylvester Stallone wurden nie zu großen Hits. Zuletzt hatte sie eine kleinere Rolle in "To Rome with Love" von Woody Allen. In Deutschland kennt man sie auch aus dem TV-Klassiker "Der Graf von Monte Christo", in dem sie wieder mit Depardieu spielte.

In ihrem Privatleben ging es hoch her. Mit 19 wurde sie schwanger. "Meine erste Tochter bekam ich ohne Ehemann. Aber anstatt sie abzutreiben, habe ich mich für sie entschieden. Naike ist eines der größten Geschenke, die mir das Leben bescherte", sagte Muti später. Zwei Ehen hielten nicht, zwei weitere Kinder folgten. "Liebe ist doch das Wichtigste im Leben. Jede Art der Liebe. Gegenüber der Welt, den Kindern oder die Liebe für und vom eigenen Mann."

Heute postet Muti auf Facebook Bilder von sich als glücklicher Oma, die mit Babys spielt. Zwischen Kinderbildern und Erinnerungsfotos an ihre Karriere finden sich auch Schnappschüsse mit Hund im Bett. Die großen Zeiten als Schauspielerin scheinen vorbei zu sein, aber Muti bleibt stets im Gespräch.