In Begleitung seiner Familie sowie des Generalkonsuls der Vereinigten Staaten in Leipzig, Mark D. Scheland, wollte sich der Botschafter insbesondere über Geschichte und Gegenwart der Sorben in der Oberlausitz informieren.
Einen ersten Eindruck von der sorbischen Kultur erhielt er durch den Direktor des sorbischen Museums auf der Ortenburg, Michal Nawka, der zur Begrüßung einem Dudelsack traditionelle Volksweisen entlockte. William R. Timken versicherte, dass der Minderheitenschutz in den USA eine hohe Priorität genieße.
Erstaunt zeigte er sich, als er erfuhr, dass auch in den Vereinigten Staaten, speziell im Staate Texas, bis vor kurzem noch in einigen Gemeinden die sorbische Sprache gepflegt wurde und dass es einen regen kulturellen Austausch zwischen den Sorben in der Lausitz und den Nachfahren der sorbischen Auswanderer in Texas gibt. Als Beispiel für eine besonders aktive Partnerschaftspflege wurde dem Botschafter die Volkstanzgruppe Zeißig genannt, die schon mehrere Besuche in Texas absolvierte und amerikanische Delegationen empfing.
Auch Gruppen aus Schwarzkollm und Bröthen waren bereits in der Auswanderergemeinde Serbin und ihrer Umgebung zu Gast.