Denn der Becher hat es in sich: Mitten hindurch geht eine Trennwand, die das Plastikgefäß in zwei gleich große Teile teilt. "Man kann dort zwei Flüssigkeiten einfüllen, und gleichzeitig trinken, sodass sie sich dann erst im Mund miteinander vermengen", erklärt Güttler das Prinzip, das klassische Mixgetränke, die ja bereits im Glas zubereitet sind, im Prinzip neu erfindet.

Doch noch sind die Getränkebecher nicht im Laden zu erhalten. Das Produkt von Lars Güttler befindet sich noch in der Entwicklung. Dazu beitragen soll der "Kleine Brandenburger Innovationsgutschein Transfer", den das Unternehmen vom Potsdamer Wirtschaftsministerium und der Investitions- und Landesbank erhielt. Mit dem Gutschein ist eine finanzielle Förderung des Landes verbunden - der Unternehmer will das Geld nutzen, um mit Hilfe von 3-D-Druckern an der Fachhochschule Potsdam weiter an sein Produkt zu arbeiten. "Innovationen sind eine wesentliche Triebfeder für wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen", sagte Gerber am Montag in Potsdam. Gerade kleinere und mittlere Betriebe, oder auch Handwerksmeister, könnten sich so etwas normalerweise kaum leisten.

Seit 2010 hat Brandenburg deswegen schon mehr als 600 Innovationsgutscheine vergeben. Sie sollen Unternehmer dabei unterstützen, sich Expertise von außen in ihren Betrieb zu holen - zum Beispiel von den Fachhochschulen und Hochschulen des Landes. Die Innovationsgutscheine des Landes gibt es dabei in verschiedenen Stufen: Der "kleine" Gutschein bietet bis zu 5000 Euro Zuschuss. Der "große" Gutschein fördert Innovationen mit maximal 15 000 Euro. Im Bereich Forschung und Entwicklung sind bis zu 100 000 Euro Förderung möglich. Und der neu eingeführte Gutschein für eine Förderung im Bereich Digitalisierung kann in den Bereichen Beratung, Implementierung und Schulung sogar ein Fördervolumen von bis zu einer halben Million Euro umfassen.