Nach Schätzungen verfügt Syrien über rund 1000 Tonnen Chemiewaffen. Mitte 2014 soll das Land nach einem Beschluss des UN-Sicherheitsrates chemiewaffenfrei sein.

Ein OPCW-Sprecher bestätigte in Den Haag, dass 20 Experten am Vormittag abgereist seien. Es handele sich um "die erste Welle" von Fachleuten zur Vernichtung verbotener Chemiewaffen. Insgesamt sollen knapp 100 Experten der OPCW nach Syrien geschickt werden. Ihr wichtigstes Ziel ist es, zuerst Einrichtungen für die Produktion sowie das Mischen und Füllen von C-Waffen und Munition zu zerstören.

In der UN-Resolution 2118 wird Damaskus zur Herausgabe und Vernichtung seiner Chemiewaffen verpflichtet. Der syrische Machthaber Baschar al-Assad versicherte in einem Fernsehinterview seine Bereitschaft zur Kooperation.

Indes teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit, dass Deutschland bis April 2011 Chemikalien nach Syrien geliefert hat, die zur Herstellung von Giftgas genutzt werden können.