Hendricks (SPD) hatte jüngst angekündigt, dass die Bundesregierung nach der Klimakonferenz in Paris den Kohleausstieg für die nächsten 20 bis 25 Jahre angehen müsse. Tillich sprach von einem staatlichen „Dirigismus zum Schaden der deutschen Wirtschaft“.

Die deutsche Braunkohle werde in absehbarer Zeit als kostengünstiger und zuverlässiger Rohstoff für die Stromerzeugung gebraucht, so Tillich. Der Ministerpräsident verwies zudem auf ein Gutachten, wonach der Weiterbetrieb der Braunkohlekraftwerke im Lausitzer und im Mitteldeutschen Revier die deutschen Klimaschutzziele nicht beeinträchtige.

Tillich warnte vor einem überstürzten Ende der Braunkohleverstromung. Damit würden ganze Regionen in ihrer Existenz bedroht, die deutsche Industrie nähme wegen des absehbaren Anstiegs der Strompreise in ihrer Wettbewerbsfähigkeit Schaden.