Rund um den ehemaligen Truppenübungsplatz Bombodrom bei Wittstock in Nordbrandenburg fliegen wieder Militärmaschinen. Das bestätigte Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) in einer parlamentarischen Anfrage der Grünen-Fraktion im Potsdamer Landtag.

Demzufolge wurde in der Region eine neue Sonderflugzone für Militärflugzeuge eingerichtet. Das ehemalige Bombenabwurfgebiet Bombodrom bei Wittstock liegt im südlichen Abschnitt dieser neuen Sonderflugzone, die bis Rügen an der Ostsee reicht. Im Jahr 2009 hatte die Bundeswehr ihren Verzicht auf Tiefflugübungen über dem Bombodrom erklärt.

Die Bevölkerung habe nach jahrelangen Bemühungen erreicht, dass der militärische Flugbetrieb im Bombodrom eingestellt worden sei, kritisierten die Grünen. Doch nun dürften über dem Landschafts- und Naturschutzgebiet wieder Bundeswehr-Maschinen kreisen - und dies sogar im Tiefflug.

Auf die Frage, ob die Landesregierung die militärische Sonderflugzone befürworte, erklärte Vogelsänger: Für die Regelung des militärischen Flugbetriebs seien nicht die Landesluftfahrtbehörden, sondern das Bundesverteidigungsministerium zuständig. Tiefflüge von Militärjets seien allerdings eher nicht zu befürchten: Die Untergrenze der neuen Flugzone liege bei etwa 3000 Metern.