Der Plan sieht einem Zeitungsbericht zufolge vor, den Freistaat in fünf große Verwaltungsregionen zu gliedern, in denen die bisherigen Landkreise aber selbstständig bleiben sollen. Dafür sollten die bisherigen drei Regierungspräsidien sowie zahlreiche Landesbehörden wegfallen. Innenminister Albrecht Buttolo (CDU) dementierte den Bericht umgehend. Die Grünen im Landtag forderten mehr Transparenz bei der Umsetzung der Kreisreform.
Dieser jetzt veröffentlichte Plan "deckt sich nicht mit meinen Vorstellungen", sagte Buttolo. Bei dem Papier handele es sich vielmehr um die Vorstellungen eines einzelnen Mitarbeiters der Stabsstelle Verwaltungsreform im Ministerium. "Aufgrund der Tatsache, dass dieses Papier eigenmächtig an die Öffentlichkeit gegeben wurde, werde ich am Montag personelle Konsequenzen ziehen", kündigte der Minister an.
Der Innenexperte der Grünen-Landtagsfraktion, Johannes Lichdi, nannte die bekannt gewordenen Pläne eine Konsequenz aus der fehlenden Beteiligung von Landtag und Öffentlichkeit bei der Umsetzung der Reform. Er forderte, Buttolo solle Bürger und Parlament als Verbündete für die Reform gewinnen. Zudem könnte auch die Bildung eines Unterausschusses im Landtag frischen Wind in die festgefahrenen Bemühungen um die Gebietsreform bringen, erklärte Lichdi.
In Sachsen wird seit Jahren über eine Gebietsreform diskutiert (die RUNDSCHAU berichtete). Der Freistaat ist bisher in 22 Landkreise und sieben kreisfreie Städte gegliedert, die in drei Regierungspräsidien zusammengefasst sind.