So sei der Anteil der chronisch erkrankten Kinder unter den Einschülern in den Jahren von 2003 bis 2014 um fast drei Prozentpunkte auf 12,8 Prozent gestiegen. Dabei seien Kinder aus sozial benachteiligten Familien wesentlich stärker betroffen als Kinder aus Familien mit mittlerem oder hohem Sozialstatus.

Dagegen habe sich die Zahl der Schulanfänger mit einem lückenlosen Impfschutz vergrößert. Auch die Zahl der Karieserkrankungen bei Kindern sei zurückgegangen. Golze kündigte an, dass die Landesregierung alle Möglichkeiten des neuen Präventionsgesetzes nutzen werde, um die Gesundheitsförderung und die Krankheitsprävention in der Familie, in der Kita und in der Schule weiter zu verbessern. "Jedes Kind hat, unabhängig vom Einkommen der Eltern, das Recht, gesund aufzuwachsen."

Der ärztliche Direktor des Klinikums Westbrandenburg, Thomas Erler, machte darauf aufmerksam, dass es noch immer gravierende Unterschiede bei der gesundheitlichen Versorgung zwischen Stadt und Land gebe. Viele junge Kinderärzte wollten sich nur im städtischen Umfeld niederlassen. "Hier brauchen wir andere, moderne Strukturen."