„Bisher waren wir uns noch einig, dass Sachsen das Geld-folgt-Studierenden-Konzept mitträgt“, sagte Stange. „Von dieser Neuregelung würde der Freistaat deutlich profitieren, da wir ein positives Wanderungssaldo haben.“ Es sei eine „sehr komfortable, günstige Lösung für Sachsen“, sagte Stange. Tillich habe diesen Kurs aber offenbar aus rein parteipolitischen Gründen verlassen, weil mehrere CDU-geführte westdeutsche Länder wie Niedersachsen und Baden-Württemberg das Konzept ablehnten.

Tillich hatte am Donnerstag als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz den SPD-regierten Ländern vorgeworfen, den Hochschulpakt II in Gefahr zu bringen, weil sie sich zu sehr auf das Geld-folgt-Studierenden-Konzept versteiften. Hintergrund ist ein zu erwartender Bewerberandrang der geburtenstarken Jahrgänge West. Der Bund stellt daher für den Ausbau der Hochschulkapazitäten 3,5 Milliarden Euro bereit. Sachsen will einen Teil der westdeutschen Abiturienten anlocken, da hier sonst bis 2012 eine Halbierung der Studentenzahlen droht. Sven Heitkamp