Sie habe den „Cottbuser Aufbruch“ mitgegründet, setze sich für Toleranz und Demokratie ein und „ich lasse mich durch den Eintrag in den Datensätzen auch künftig in meinem Handeln nicht beirren“.

Die Landtagsabgeordnete, deren Bürgerbüro in Cottbus bereits im Zentrum rechtsextremer Angriffe gestanden hat, befindet sich ebenso unter den 198 Datensätzen, die Brandenburger betreffen, wie Innenminister Dietmar Woidke (SPD) und der CDU-Landtagsabgeordnete Ingo Senftleben aus der Lausitz. Beide sind mit den Adressen ihrer Bürgerbüros aufgeführt.

Der Sprecher des Potsdamer Innenministeriums Ingo Decker verweist zudem auf weitere Bundes- und Landtagsabgeordnete, kirchliche Institutionen, Einrichtungen der Bundeswehr, Asylbewerberheime und Waffenhändler, deren Daten registriert worden seien. „Sie alle sind von uns schriftlich informiert worden“, erklärt Decker auf RUNDSCHAU-Anfrage. Den Betroffenen sei zudem mitgeteilt worden, dass es zurzeit „keine Anhaltspunkte für eine aktuelle Gefährdung der Personen gibt“.

Die Liste mit insgesamt mehr als 10 000 Datensätzen aus ganz Deutschland sei Brandenburg vom Bundeskriminalamt zur Verfügung gestellt worden, sagte der Sprecher und fügte hinzu: „Es handelt sich um ein Sammelsurium von öffentlich zugänglichen Adressdaten. Zu welchem Zweck die Auflistung erfolgte, ist nicht bekannt.“