Zur Behebung des Hausärzte-Mangels auf dem Land plant die Technische Universität Dresden (TU) einem Zeitungsbericht zufolge einen neuen Studiengang. Dieser solle am Klinikum Chemnitz eingerichtet werden, berichtet die in Chemnitz erscheinende „Freie Presse“ unter Berufung auf das sächsische Sozialministerium. Dort solle künftig ein Teil der Humanmedizin-Studenten einen neuen Modellstudiengang für Landärzte absolvieren können, hieß es.

Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) sagte der Zeitung, sie begrüße es „außerordentlich, dass neue Ideen entwickelt werden, um die medizinische Versorgung im Freistaat Sachsen zu sichern“. Die Versorgung mit Allgemeinmedizinern auf dem Land zu gewährleisten, sei eine der großen Herausforderungen, erklärte Klepsch. Die TU bestätigte die Pläne dem Bericht zufolge zunächst nicht.

Die Zahl der Hausärzte in Sachsen ist laut „Freier Presse“ seit 2002 um rund 4000 auf gut 49 000 gesunken. Laut kassenärztlicher Vereinigung drohe daher in mehr als 20 Regionen eine Unterversorgung, hieß es weiter. Von den insgesamt etwa 560 Menschen, die jedes Jahr in Dresden und Leipzig ein Medizinstudium aufnähmen, entschieden sich jährlich nur etwa 30 für eine Ausbildung zum Allgemeinmediziner, berichtet das Blatt weiter.