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Ministerin: Keine Kürzung bei Kultur

Cottbus. Theater, Orchester und Museen in Brandenburg sollen künftig in Stiftungen organisiert werden. Das sieht zumindest ein Vorschlag aus dem Kulturministerium vor. Er hat für Wirbel in der Lausitz gesorgt. Ministerin Sabine Kunst (SPD) will nun alle Betroffenen in die Diskussion einbeziehen. Ida Kretzschmar

Die brandenburgische Landesregierung will bei der Kultur nicht kürzen. Das unterstreicht die brandenburgische Kulturministerin Sabine Kunst im RUNDSCHAU-Interview. Es bleibe aber die Herausforderung, die kulturellen Angebote vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung zu sichern und zu entwickeln. Das wird nur im Konsens innerhalb der Landesregierung und mit den kommunalen Partnern gehen.

Ziel sei es, die vielfältige und lebendige Kulturlandschaft zu erhalten. Dafür müssten zukunftsfähige Strukturen geschaffen werden. Ein Stiftungsmodell, wie es in Cottbus bereits erfolgreich praktiziert wird, sei eine mögliche Variante. Das Kulturministerium prüft die Bildung einer Stiftung für die Uckermärkischen Bühnen Schwedt, das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt (Oder), das Staatstheater Cottbus und die Neue Bühne Senftenberg.

Ob sich die Theater in Cottbus und Senftenberg am Ende in einer gemeinsamen Stiftung oder in einer anderen Trägerkonstruktion wiederfinden, sei noch völlig offen. Auch ein geplantes Landesmuseum Moderne Kunst aus Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus und Museum Junge Kunst Frankfurt (Oder) könnte eingebunden werden. Bis Ende des Jahres soll dafür ein Konzept zur künftigen Struktur entwickelt werden. Das könnte Modellcharakter haben. Man stehe am Anfang der Debatte. Darin werden jetzt Schritt für Schritt alle Beteiligten einbezogen.

Lausitz/Elbe-Elster Seite 5