Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) hat die Lausitzer- und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) aufgefordert, ihre geplante Studie zur Spree-Verockerung der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. "Ich kann der LMBV nur dazu raten, die Daten im Internet zu veröffentlichen", sagte Vogelsänger am Mittwoch in der Fragestunde des Landtags. Anlass waren Fragen der Abgeordneten Sabine Niels (Bündnis 90/Die Grünen), Werner-Sigwart Schippel (SPD), Roswitha Schier (CDU) und Gerd-Rüdiger Hoffmann (fraktionslos) zur Spree-Verockerung.

Zuvor hatte die RUNDSCHAU berichtet, dass die LMBV am 8. Januar eine Studie zur Eisenhydroxid- und Sulfatbelastung der Lausitzer Gewässer vorstellen wird. Gleichzeitig kündigte die LMBV jedoch an, die Studie nicht an Dritte herauszugeben und keine Veröffentlichung im Internet zu planen. "Wir sind gegenüber der LMBV nicht weisungsbefugt", so Vogelsänger. Er gehe jedoch davon aus, dass die LMBV die Signale aus dem Ministerium höre. "Wir sind gut beraten, die mit der Braunkohlesanierung verbundenen Sorgen sehr ernst zu nehmen", sagte Vogelsänger. Die Spree-Verockerung sei ein Problem, das "offensiv angegangen werden muss." Er gehe daher davon aus, dass dafür auch mehr Mittel zur Verfügung stehen. Kurzfristig sei bereits der Haushaltsposten für Gefahrenabwehr erhöht worden.