Für den Fahrzeughalter sei kein großer Nutzen ersichtlich und der Aufwand für die Zulassungsbehörden steige. Das Bundesverkehrsministerium will den Weg freimachen für die Rückkehr alter Autokennzeichen. Es bereitet eine Verordnung vor, die die Wiedereinführung von Altkennzeichen durch die Länder ermöglichen soll. Kennzeichen, die im Zuge von Gebietsreformen verschwunden waren, sollen so wieder genutzt werden können. In Brandenburg haben bereits Eisenhüttenstadt und Seelow (beide Oder-Spree) beim Potsdamer Ministerium ihr Interesse an Alt-Kennzeichen bekundet. Die Eisenhüttenstädter wollen statt des Kreis-Kennzeichen "LOS" wieder ihr "EH" zurück und die Seelower wünschen sich stattdessen das ehemalige "SEE". Auch in anderen Städten wie Calau (Oberspreewald-Lausitz) und Wittstock (Ostprignitz-Ruppin) favorisieren Bürger statt der Kreiskennzeichen "OSL" und "OPR" ihre ehemaligen Kennzeichen "CA" und "WK", die die Namen der Städte verdeutlichen. Aus Sicht Vogelsängers kann man die Identifikation mit seiner Heimatregion auch anders deutlich machen, zum Beispiel mit einem Aufkleber.