Der Investitionsbedarf, der für eine Modernisierung notwendig wäre, sei nicht vertretbar.

Mockrehna wird als einziger sächsischer Standort im Zuge der jüngsten Bundeswehrreform geschlossen. Für die am Standort beschäftigten 40 zivilen Mitarbeiter würden sozialverträgliche Lösungen angestrebt, sagte de Maizière. Er verwies darauf, dass die für die Angestellten abgeschlossenen Tarifverträge zum Beispiel gute Möglichkeiten für eine Altersteilzeit ab dem 57. Lebensjahr böten. Im Juli werde bekannt gegeben, wann der Standort genau geschlossen werde. Im Blick sei derzeit das Jahr 2016.

Der Minister gab zu bedenken, dass Mockrehna mit rund 300 Hektar Fläche zwar vom Areal her einer der größten zu schließenden Bundeswehrstandorte sei, mit 40 Mitarbeitern und fünf Soldaten aber einer der kleinsten. In den 1930er-Jahren entstanden, sei er von der Nationalen Volksarmee der DDR sehr ordentlich betrieben und dann von der Bundeswehr übernommen worden. Die nun beschlossene Schließung sei schmerzlich, aber richtig.

Laut de Maizière wird das Lager nicht mehr benötigt, weil für eine kleinere Armee auch weniger Munition vorgehalten werden müsse. In Mockrehna wird Munition für Pistolen, Gewehre, Maschinengewehre und Artillerie gelagert.

Der Landrat des Landkreises Nordsachsen, Michael Czupalla (CDU), nannte es einen schmerzlichen Verlust, wenn Arbeitsplätze zur Disposition stünden. Es sei aber vorbildlich, wie die Bundeswehr Personalentscheidungen langfristig vorbereite. Gemeinsam mit der Bundeswehr versuchten der Landkreis und die Gemeinde nun, den betroffenen Mitarbeitern neue Arbeitsplätze zu vermitteln.