Damit schloss er Lehrplan-Konsequenzen nach einer Studie der Freien Universität Berlin (FU) aus, die im vergangenen Sommer eklatante Wissenslücken von Jugendlichen über die DDR aufgedeckt hatte. Die Befragung des FU-Forschungsverbundes SED-Staat unter 5200 Schülern in Brandenburg, Berlin, Bayern und Nordrhein-Westfalen hatte ein verklärtes DDR-Bild ergeben: Zum Beispiel hatten viele ostdeutsche Mädchen und Jungen die sozialen Aspekte des SED-Staates gelobt, ohne die diktatorischen und repressiven Seiten zu sehen. Ihre Meinungen über die DDR entwickelten die Jugendlichen häufig nicht im Schulunterricht, sondern in ihren Familien und ihrem sozialen Umfeld, erläuterte Rupprecht. Der Geschichtsunterricht habe demgegenüber nur "eine geringe Prägewirkung". Der Minister verwies auf einen Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) von Dezember 2008, demzufolge bundesweit die kritische Auseinandersetzung mit dem SED-Staat auch in außerschulischen Projekten gefördert werden soll. Konkrete Maßnahmen, die sich daraus für Brandenburg ergeben könnten, nannte er nicht. dpa/mb