Jetzt ist es bald 2012, und der Verkehr kann gerade mal auf einem Drittel der Strecke rollen. „Wir können jetzt noch keinen Fertigstellungstermin prognostizieren“, sagte Minister Morlok am Donnerstag am Rande der Freigabe eines zwölf Kilometer langen A 72-Abschnittes zwischen den Anschlussstellen Niederfrohna und Rochlitz bei Rathendorf.

Damit sind die Hausaufgaben im Chemnitzer Direktionsbezirk erledigt – während für die in Leipziger Zuständigkeit liegenden Abschnitte nördlich von Borna noch nicht einmal Baurecht vorliegt.

Morlok verwies darauf, dass nach Vorlage des für das erste Halbjahr 2012 erwarteten Planfeststellungsbeschlusses durch die Landesdirektion Klagen kommen könnten, die möglicherweise auch den sofortigen Vollzug gefährdeten. Hinzu komme eine für diese Größenordnung übliche Bauzeit von zweieinhalb bis drei Jahren. „Dann hängt es immer davon ab, wann man anfängt, wie viele Winter dazwischen liegen und wie hart die Winter werden.“ Morlok fügte hinzu: „Aber eines ist auch klar: Bis südlich von Borna werden wir im nächsten Jahr kommen. Das schaffen wir.“