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Minister legen Kreiszuschnitte für Gebietsreform vor

Potsdam. Am Mittwoch haben Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) und Finanzminister Christian Görke (Linke) gemeinsam einen Plan vorgelegt, wie sie sich das Land nach einer Kreisreform vorstellen. In der Lausitz planen sie einen riesigen Mega-Lausitzkreis. dpa/roe

Nicht nur die bisherigen Kreise Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz und die kreisfreie Stadt Cottbus sollen künftig zusammengefasst werden. Dazukommen soll auch noch der Elbe-Elster-Kreis.

Am größten war die Überraschung in den Landkreisen Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming. Sie hatten Fusionen bisher mit viel Selbstbewusstsein abgelehnt. Jetzt sieht der Plan aus Potsdam ihre Zwangsvereinigung vor.

Während Teltow-Fläming besonders unter Fluglärm leide, profitiere der Kreis Dahme-Spreewald stark von dem Projekt, erklärte Schröter. Zusammen sollen sie künftig den womöglich wirtschaftsstärksten Landkreis in ganz Ostdeutschland bilden.

In Brandenburg würde es damit künftig nur noch neun statt bislang 18 Kreise und eine kreisfreie Stadt geben. Einzige kreisfreie Stadt bliebe demnach Potsdam. Neben Cottbus würden auch Brandenburg/Havel und Frankfurt (Oder) in umliegenden Kreisen aufgehen.

Im Nordwesten sollen die Prignitz und Ostprignitz-Ruppin, im Nordosten die Uckermark und der Barnim zusammengelegt werden.