Trotz des Scheiterns der Lkw-Maut und der damit verbundenen Engpässe bei der Finanzierung durch den Bund halte er an dem Zeitplan fest, wonach der Verkehr auf der A 13 zwischen Spreewald-Dreieck und Schönefelder Kreuz Ende 2005 durchgehend auf neuen Pisten rollen soll.
Während eines Besuches im brandenburgischen Autobahnamt Stolpe (Oberhavel) verwies er zugleich darauf, dass im September beziehungsweise November im Bereich Groß Köris die Anschlussstelle sowie zwei Brücken fertiggestellt würden, womit ein weiteres Vier-Kilometer-Teilstück übergeben werden könne.

Für A 24 droht Verzögerung
Als Folge des Maut-Desasters droht nach Szymanskis Einschätzung eine Verzögerung beim Ausbau der Autobahn 24 Berlin-Hamburg. Die Finanzierung sei noch nicht geklärt. Ein Teilstück Schwanebeck-Neuruppin sollte privatisiert und der Ausbau von 2005 an zu großen Teilen aus den Maut-Einkünften finanziert werden. Die Bundesregierung rechnet durch die verzögerte Erhebung der Straßengebühr mit rund 6,5 Milliarden Euro Schaden. Brandenburg hat mit 792 Kilometern das längste Autobahnnetz der neuen Länder.

750 km neue Autobahnen
Szymanski betonte, ansonsten seien alle vordringlichen Baumaßnahmen auf Brandenburgs Autobahnen bis 2015 gesichert. Diese seien im Bundesverkehrswegeplan beschlossen und würden im Sommer in das Fernstraßenausbaugesetz aufgenommen.
Der Minister zog eine positive Bilanz der Sanierung und Erneuerung des Straßennetzes. Seit 1990 seien nahezu 500 Kilometer ausgebaut und mehr als 250 Kilometer erneuert worden. "Nur zwei Prozent unseres Autobahnnetzes sind noch im alten Zustand aus Vorwendezeiten", erklärte Szymanski. Damit sei Brandenburg in Ostdeutschland Spitze. Rund 3,4 Milliarden Euro seien seit Anfang der 90er-Jahre in die Autobahnen investiert worden. 2003 waren es rund 120 Millionen Euro, für 2004 sind rund 100 Millionen geplant. (Eig. Ber./ta/dpa)