Grund für das positive Bild sei die "flächendeckende Überwachung der Schadinsekten", sagte Minister Jörg Vogelsänger (SPD) bei der Vorstellung des Waldzustandsberichts 2014 am Freitag. Auch das feuchte Wetter habe sich günstig ausgewirkt.

Dennoch sind nur 47 Prozent der Waldflächen ohne sichtbare Schäden, sechs Prozent weniger als noch im Vorjahr. Erfreuliche Entwicklungen gab es bei den Laubbäumen: Der Anteil geschädigter Buchen sei innerhalb von drei Jahren um 33 Prozent auf nur noch sechs Prozent gesunken, hieß es. Auch der Zustand der Eichen habe sich verbessert. Die deutlichen Schäden hätten sich gegenüber 2012 auf nunmehr 19 Prozent halbiert.

Dominiert wird das Ergebnis laut Ministerium durch den Kronenzustand der Kiefern. Wegen der Massenvermehrung der Gallmücke im Vorjahr fehlten noch immer Nadeln. Solange kein Kahlfraß auftritt, gebe es aber keinen Grund zur Sorge; Kiefern regenerierten sich leicht.

Indes ist derzeit nicht einmal die Hälfte des Bestandes im Land ohne Schäden. Auf mehr als 10 000 Hektar wurden in diesem Jahr Kiefernschädlinge bekämpft. Gegen den Eichenprozessionsspinner wurde den Angaben zufolge auf rund 1360 Hektar vorgegangen.

Die Grünen kritisierten die gute Stimmung im Ministerium angesichts des Berichts. "Der mit massivem Einsatz von Insektiziden begrenzte Insektenbefall lässt aufhorchen", sagte Fraktionsvorsitzender Axel Vogel. Er forderte den Waldumbau weg von Kiefer-Monokulturen hin zu weniger stressanfälligen Mischwäldern.

Seit 1991 erfasst das Landeskompetenzzentrum Forst in Eberswalde (Barnim) den Waldzustand und wertet die Daten aus. Brandenburg gehört mit 1,1 Millionen Hektar zu den waldreichsten Bundesländern .