Bis Ende April sollen in der Modell-Raddampfer-Manufaktur in Königstein (Sächsische Schweiz) etwa 1000 Modelle entstehen. Zur Produktpalette gehören alle neun historischen Raddampfer der Sächsischen Dampfschifffahrt, wie Marketingchef Tobias Kummer sagt. "Wir legen großen Wert auf Details." Die Miniraddampfer seien eine Weltneuheit, ist sich Kummer sicher. Das hätten Recherchen zur Vorbereitung der Firmengründung ergeben. "Unsere Raddampfer gibt es garantiert noch nicht als Modelle zu kaufen", bestätigt der Geschäftsführer der Sächsischen Dampfschifffahrt, Michael Lohnherr. Vergeblich hatte sich sein Unternehmen an mehrere Modellhersteller gewandt, niemand wagte den Bau in Serien. Die Schiffe seien zu detailreich und deshalb als Miniaturen nicht wirtschaftlich herzustellen, hieß es. Dabei würden sich immer wieder Fahrgäste nach Modellen erkundigen. So kommt die neue Miniaturenschmiede aus Königstein der Dampfschifffahrt gerade recht: Ab dieser Sommersaison sollen die kleinen Schiffe auf den großen Dampfern erhältlich sein. Die Miniaturdampfer sollen 69 Euro pro Stück kosten. "Wir wollen hochwertige und langlebige Premiummodelle anbieten, keine Wegwerfsouvenirs", unterstreicht Kummer. Ein Sandsteinsockel aus der Sächsischen Schweiz vermittelt regionale Verbundenheit, eine Glashaube schützt die Dampfer vor Staub. Auch in den Touristinformationen, Hotels und Pensionen sollen die Andenken verkauft werden.Kaufmann Kummer schmiedet schon neue Pläne: Neben den sächsischen sollen nach und nach alle rund 90 auf der Welt noch im Einsatz stehenden Raddampfer als Modelle gefertigt werden.