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Mindestens fünf Menschen sterben bei Regenstürmen in Kalifornien

dpatopbilder - Ein Mann kämpft am 17.02.2017 auf der Pier in Huntington Beach (USA) gegen starken Windböen. Ein heftiger Sturm erreichte mit schweren Sturmböen und starken Niederschlägen Südkalifornien und führte unter anderem zu Sturmfluten.
dpatopbilder - Ein Mann kämpft am 17.02.2017 auf der Pier in Huntington Beach (USA) gegen starken Windböen. Ein heftiger Sturm erreichte mit schweren Sturmböen und starken Niederschlägen Südkalifornien und führte unter anderem zu Sturmfluten. FOTO: Jae C. Hong (AP)
Los Angeles. Überflutete Straßen, Stromausfälle, Schlammlawinen: Südkalifornien muss nach einem der schwersten Regenstürme aufräumen. Fünf Menschen sterben. Und nun drohen dem Norden sintflutartige Niederschläge. dpa

Bei einem der schwersten Regenstürme seit Jahren sind in Südkalifornien mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Die sintflutartigen Niederschläge vor allem in der Nacht zum Samstag führten zu zahlreichen Straßensperrungen, verbreiteten Stromausfällen und Schlammlawinen. In einigen Gebieten wurden bis zu 2,5 Zentimeter Regen in einer Stunde gemessen.

Während es im Süden des US-Westküstenstaates am Sonntag wieder trocken war und mit dem Aufräumen begonnen wurde, mussten sich die Menschen im Norden auf heftigen Regen einstellen. Meteorologen sagten dem Sender CNN zufolge für einige Regionen zwischen zehn und 25 Zentimeter Niederschlag bis Montagabend voraus.

Im Süden waren vorübergehend 130 000 Haushalte ohne Strom. In Sherman Oaks im Großraum Los Angeles riss ein umstürzender Baum Stromleitungen mit sich und krachte auf ein Auto. Der 55-jährige Fahrer starb an einem Stromschlag, wie Medien unter Berufung auf Behördenangaben berichteten. In Victorville östlich von Los Angeles wurde ein Autofahrer tot in seinem überfluteten Auto gefunden, in Thousand Oakes eine Leiche aus einer Wasserrinne geborgen. Zwei weitere Menschen starben CNN zufolge bei einem Autounfall auf einer regennassen Straße in San Diego.

Windböen bis zu 130 Kilometer in der Stunde entwurzelten Hunderte Bäume und rissen Stromleitungen herunter. Auf einer Autobahn in Sun Valley standen zehn Fahrzeuge in tiefem Wasser, Einsatzkräfte retteten die Insassen. In Studio City stürzten zwei Autos in ein sechs Meter tiefes Loch. Die Fahrer blieben unverletzt.

Bis zur Hälfte aller Schnell- und Landstraßen im Umkreis von Los Angeles waren zeitweise gesperrt. In Duarte wurden 200 Häuser wegen Erdrutschgefahr vorsichtshalber evakuiert. In Forest Falls riss eine Schlammlawine weite Teile eines Berghanges in die Tiefe.