Kurz darauf explodierte eine Motorradbombe auf einem nahe gelegenen Markt. Fast 70 Menschen wurden insgesamt verletzt. Hinter den Anschlägen vermuten die Behörden radikal-islamische Extremisten. In den Großstädten des Landes wurden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft.

Seit dem Sturm auf die Rote Moschee in der Hauptstadt Islamabad Mitte Juli hat sich die Sicherheitslage in dem südasiatischen Land erheblich verschlechtert. Bei der Belagerung und der Erstürmung waren mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Hunderte pro-Taliban Koranschüler hatten sich zuvor mehrere Tage lang in dem Gebäudekomplex verschanzt und unter anderem die Einführung des islamischen Rechtssystems verlangt. Präsident Pervez Musharraf, einem der wichtigsten Verbündeten der USA im Kampf gegen den Terror, warfen sie vor, eine Marionette von US-Präsident George W. Bush zu sein.

Extremisten hatten nach der Einnahme der Roten Moschee blutige Vergeltung geschworen. Vor allem in den Stammesgebieten im Nordosten Pakistans kommt es seitdem fast täglich zu Anschlägen auf die Sicherheitskräfte. Die Region gilt auch als Rückzugsgebiet für Taliban-Kämpfer und El-Kaida-Terroristen.