Senftenberg. Auch der zweite große neue Schiffsweg auf Brandenburger Gebiet des Lausitzer Seenlandes wird deutlich teurer als erwartet. Das bestätigen das Potsdamer Infrastrukturministerium und die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV).

Die mit Baustart prognostizierten Kosten von 17,5 Millionen Euro für den Tunnel werden inzwischen mit 23 Millionen Euro beziffert. Gründe lägen in notwendigen Änderungen des Bauverfahrens. Diese resultierten aus sehr kurzen Sperrzeiten für die Bahnstrecke Senftenberg - Cottbus, die unterquert werden musste. Zudem schlügen allgemein erhöhte Stahl-, Beton und Dieselpreise zu Buche.

Einschließlich des inzwischen begonnenen Kanalbaus auf der verdichteten Kippe Sedlitz für die Anschlüsse an die beiden Nachbarseen und aller Nebenanlagen werden die Herstellungskosten für diesen Schiffsweg derzeitigen Berechnungen zufolge am Ende bei 43 Millionen Euro liegen. Das hat die Landesregierung jetzt auf Anfrage der Landtagsabgeordneten Monika Schulz-Höpfner (CDU) erklärt.

Der Überleiter 11 wird damit zwar insgesamt teurer, aber doch günstiger als der Landesrechnungshof noch im September berechnet hatte. Die erwarteten Gesamtkosten sind mit 46,9 Millionen Euro beziffert worden.

Im Prüfbericht wird vor allem die Verdoppelung der Herstellungskosten für den Überleiter 12 zwischen dem Senftenberger und dem Geierswalder See auf 51,4 Millionen angeprangert.