Aus dem Konjunkturpaket II stehen im Freistaat aus Mitteln des Bundes und Eigenmitteln des Landes rund 800 Millionen Euro bereit. 20 Prozent davon – knapp 120 Millionen Euro – gibt der Freistaat selbst aus, den Rest bekommen die Kommunen. Das Wissenschaftsministerium hat dabei mit insgesamt 107,5 Millionen Euro den weitaus größten Brocken der Gelder zu verteilen. Die genaue Aufteilung gab Stange gestern erstmals bekannt.

So stehen allein 55 Millionen Euro für diverse Bauprojekte an den Hochschulen und externen Forschungseinrichtungen bereit. Weitere 20 Millionen fließen in die Unikliniken in Leipzig und Dresden, 22,8 Millionen in die Anschaffung neuer Geräte und 5,4 Millionen Euro in die Sanierung von zwei Studentenwohnheimen in Dresden und Mittweida. Vier Millionen gehen daneben an Kultureinrichtungen wie den Zwinger und das Museum für Volkskunst.

Zu den geförderten Projekten zählen beispielsweise in Leipzig die Sanierung von Sportstätten für Judo und Kraftsport an der Jahnallee für 6,3 Millionen Euro, die energetische Sanierung eines Proben- und Kammermusiksaales an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy” (300 000 Euro) sowie für Räumlichkeiten für die Werkstatt für plastische Gestaltung an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) (730 000 Euro). Hinzu kommen unter anderem für die Sanierung der Medizinischen Berufsfachschule Leipzig 3,1 Millionen und 3,6 Millionen für die Zahnmedizin in Dresden. An der TU Dresden werden beispielsweise eine Halle für Versuchseinrichtungen mit Baustoffen für 3,5 Millionen Euro gebaut und die Computerpools für 677 000 Euro modernisiert. An der Hochschule Zittau/Görlitz werden für 1,5 Millionen drei Gebäude behindertengerecht erschlossen und energetisch saniert.

Investitionen in Lehre und Forschung seien „in Zeiten wirtschaftlicher Krisen die richtige Botschaft“, sagte Stange.