Zum 100. Geburtstag der Domowina, Bund Lausitzer Sorben, hatte Tillich vor 800 Gästen in der Lausitz-Halle darauf verwiesen, dass der Bund in seinem Haushalt für das kommende Jahr 500 000 Euro zusätzlich für die Sorbenstiftung eingestellt habe. Einem Kabinettsbeschluss zufolge wolle auch der Freistaat Sachsen 375 000 Euro mehr zahlen als bisher. Und Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) betonte auf der Festveranstaltung, dass auch sein Bundesland zu den finanziellen Verpflichtungen gegenüber den Sorben stehe: "Nicht, weil wir müssen, sondern weil wir wollen".

Wenn der Bundestag und die Landesparlamente diesen Erhöhungen stimmen, dann würde die Sorbenstiftung erstmals seit 20 Jahren mit höheren Zuschüssen rechnen können. Domowina-Vorsitzender David Statnik hatte im Vorfeld des Jubiläums in einem RUNDSCHAU-Interview darauf verwiesen, dass 2013 mit einem Defizit von einer Million Euro gerechnet werden müsse. Zur Begründung verwies er unter anderem auf Tarifsteigerungen für die Beschäftigten der neun geförderten Einrichtungen. Zu diesen gehören neben dem Sorbischen Nationalensemble, dem Sorbischen Institut und Museen in Cottbus und Bautzen auch die Domowina.

Das Jubiläum in Hoyerswerda, wo vor 100 Jahren die sorbische Interessenvertretung gegründet wurde, ging mit einem zweistündigen Kulturprogramm mit mehr als 400 Künstlern und Laiendarstellern zu Ende.

Kommentar & Lausitz Seiten 2 & 4