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| 02:34 Uhr

Millionen für kaputte Lausitzer Straßen

Hinweisschilder "Straßenschäden" sind häufig die einzige Investition von Kommunen für die Verkehrsinfrastruktur.
Hinweisschilder "Straßenschäden" sind häufig die einzige Investition von Kommunen für die Verkehrsinfrastruktur. FOTO: ZB-Funkregio Ost
Cottbus/Görlitz. Die vergangenen Monate haben an den Straßen der Region Spuren hinterlassen. Brandenburg und Sachsen beziffern die Kosten für Reparaturen auf mehrere Millionen Euro. Zum Teil fehlt Geld für eine gründliche Sanierung. Christian Taubert

Nach Einschätzung des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg fallen die Straßenschäden nach dem gerade vergangenen Winter umfangreicher als die des Winters 2014/2015 aus. Dies sagt Brigitte Sterl von der Behörde. Da ausreichende Mittel fehlen würden, komme in der Mehrzahl aller Fälle nur eine temporäre und provisorische Schadensbeseitigung zur Anwendung. Im Süden Brandenburgs stehen vier Millionen Euro für die bauliche Unterhaltung der Straßen - inklusive Winterschadenbeseitigung - zur Verfügung.

Nach Angaben des Dresdner Verkehrsministeriums hat der Winter 2015/16 die Situation auf den Straßen des Freistaates dagegen nicht wesentlich verschärft. "Wir gehen von minimalen neuen Schäden aus", sagt Pressereferentin Kathleen Brühl der RUNDSCHAU.

Es habe nur eine sehr geringe Anzahl von Frost-Tau-Wechseln gegeben. Deshalb würden zur Verfügung stehende Haushaltsmittel jetzt dafür verwendet, den Straßenzustand zu verbessern, sagt Brühl. So würden im Kreis Görlitz mit 1,9 Millionen Euro aus der Erneuerungspauschale des Landes rund neun Straßenabschnitte saniert. Darunter befinde sich die Zufahrt nach Nochten ab der B 156.

Für den ADAC Berlin-Brandenburg gibt es nach dem milden Winter die Chance, "von der provisorischen Flickschusterei zur systematischen Erneuerung von Straßen überzugehen". Der Leiter Verkehr, Jörg Becker, warnt aber davor, den mit 500 Millionen Euro bezifferten Instandhaltungsrückstau in Brandenburg weiter zu verschleppen.