Die Anklage wirft den Männern vor, in den Jahren 2002 und 2003 Abrechnungen für private Arbeitsvermittlungen in 617 Fällen fingiert zu haben. Dadurch seien Prämien für die angebliche Vermittlung von mehr als einer Million Euro zu Unrecht gezahlt worden.
Neben dem im Herbst 2003 vom Dienst suspendierten Arbeitsamtsleiter handelt es sich bei den Angeklagten um den Chef und Mitarbeiter von mit ein ander verflochtenen Personalvermittlungsfirmen im Raum Chemnitz/Zwickau. Die Beschuldigten sollen pro Person 1250 bis 1750 Euro kassiert haben, ohne dass eine Vermittlung durch ihre Firmen erfolgt sei. Bei besonders schwerer Untreue ist eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren möglich, bei der Vielzahl der Fälle bis zu 15 Jahren. Die Angeklagten wollen sich nicht zur Sache äußern, wie sie vor Gericht erklärten.
Der Verteidiger des von der Anklage als Tatanstifter angesehenen Kopfes der privaten Vermittler bezeichnete die Anklage als unzulässig, da die Ermittlungen innerhalb von drei Jahren nicht ausreichend geführt worden seien. (ddp/uf)