Die sogenannten Planenschlitzer haben allein in Brandenburg und Sachsen im vergangenen Jahr über 1000 mal zugeschlagen. Auf Autobahnrastplätzen schlitzen sie nachts heimlich die Planen von Lkw auf und klauen die Ladung. Der Schaden geht in die Milliarden.

Nachdem sich die Zahl der Fälle im ersten Quartal diesen Jahres noch einmal deutlich erhöht hat, wollen die Polizeibehörden Deutschlands dem nun gemeinsam ein Ende setzen. Ab heute startet das Projekt „Cargo“, das alle Fälle länderübergreifend erfassen und Hinweise zu den Tätern bündeln soll. Dazu haben die Landeskriminalämter (LKA) eine Vereinbarung geschlossen. Auch Brandenburg und Sachsen machen mit.

Angesiedelt ist die Stelle beim LKA Sachsen-Anhalt. Von dort soll auch die Koordination mit polnischen Behörden verbessert werden. Denn so viel ist aus den bisherigen Ermittlungen in den verschiedenen Bundesländern schon bekannt: Die Täter kommen meist aus Polen, in vielen Fällen sogar alle aus der gleichen Region.

Die Banden arbeiten in Teams, spionieren Rastplätze aus und schlagen dann nachts erbarmungslos zu. Es handelt sich also nicht um Einzeltäter, sondern um eine regelrechte Mafia. Auch deshalb hat die die Kommission Organisierte Kriminalität die bundesweite Zusammenarbeit der Polizeibehörden angeregt.