"Wir senden ein klares Signal an die Bevölkerung in Syrien. Wir stehen an ihrer Seite."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) betonte die "Doppelbotschaft" der internationalen Geberkonferenz: Das Londoner Treffen von rund 70 Staaten sende zum einen das Signal, dass "2016 sofort Geld für die wesentlichen Dinge" bereitstehe. Nach Worten Merkels sind es etwa sechs Milliarden Dollar (gut 5,3 Milliarden Euro) noch in diesem Jahr. Zum zweiten biete das Einsammeln von deutlich über neun Milliarden Euro Perspektiven für die nächsten Jahre, betonte die Kanzlerin.

Zum deutschen Beitrag von insgesamt 2,3 Milliarden Euro bis 2018 sagte Merkel: "Unsere Unterstützung mit Geld ist das, was wir tun können ( . . . ), um erträglichere Lebensbedingungen vor Ort zu haben." Der deutsche Beitrag konzentriere sich auf eine Unterstützung des Welternährungsprogramms. Darüber hinaus gehe es um Ausbildung und Arbeit für Erwachsene in den Ländern rund um Syrien. Die EU werde alles daran setzen, auch die Exportbedingungen aus diesen Ländern zu verbessern, um dort Jobs zu schaffen, sagte Merkel.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) kündigte indes nach der Aussetzung der Syrien-Verhandlungen für die kommenden Tage Gespräche mit Russland über eine Verbesserung der humanitären Lage in dem Bürgerkriegsland an. "Diese Gespräche werden stattfinden", sagte Steinmeier am gestrigen Donnerstag nach einem Treffen mit seinem saudi-arabischen Amtskollegen Adel al-Dschubeir in Riad.

Die Friedensgespräche waren am Mittwoch bis zum 25. Februar ausgesetzt worden. Steinmeier nannte die Situation "schwierig, aber nicht aussichtslos".