"Bei der Wirtschaft hapert es, ein paar Sponsoren bräuchten wir noch", sagte der Regierungschef am Samstagabend in der MDR-Fernsehsendung "Sport im Osten".
Allein für 16 Tage Sport sei ein Milliarden-Aufwand - wie für Olympische Spiele notwendig - nicht zu rechtfertigen, meinte Milbradt, "aber der Sport ist auch eine Lokomotive für die Wirtschaft". Man dürfe bei solch einem internationalen Großereignis nicht nur über Plus und Minus und die Kosten reden. "Olympische Spiele können ein Geschäft werden, sie bringen das Land voran, sie schaffen Arbeitsplätze, sie machen uns weltweit bekannt", betonte der Ministerpräsident.
Der "turbulente Herbst" mit den Querelen in der Leipziger Bewerbungsgesellschaft "war vielleicht gar nicht so schlecht", meinte Milbradt. "Er hat uns auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt." Zunächst waren "alle etwas geschockt, was sich da abgespielt hat und wo Geld hingeflossen ist", meinte der CDU-Politiker und gab zu bedenken: "Vielleicht hätten wir mehr kontrollieren müssen." Nunmehr sei er aber optimistisch, dass sich Leipzig am 18. Mai dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) gut präsentieren und offizieller Kandidat für die Spiele 2012 wird. (dpa/roe)